AMNESTY INTERNATIONAL

Am Anfang standen zwei portugiesische Studenten, die in Lissabon in einem Café auf die Freiheit angestoßen hatten und dafür eingesperrt wurden.

Als der Londoner Rechtsanwalt Peter Benenson dies hörte war er so empört, dass er sich vornahm, etwas dagegen zu unternehmen: Er schrieb einen langen Artikel, der am 28. Mai 1961 unter dem Titel “The Forgotten Prisoners” in der britischen Zeitung “The Observer” erschien. Darin machte Benenson auf das Schicksal von Gefangenen aufmerksam, die wegen ihrer politischen Einstellung inhaftiert, gefoltert und ermordet wurden. Der Anwalt rief die Leserinnen und Leser dazu auf, sich in Briefen an die Regierungen für diese Menschen einzusetzen. Damit war Amnesty International geboren.

Aus der Aktion von Peter Benenson ist eine globale Organisation entstanden. Inzwischen engagieren sich über 3 Millionen Menschen in mehr als 150 Ländern mit Amnesty International für die Menschenrechte.

Aktuelles

  • Mehr Plan als Aktion

    Die Bundesregierung will Unternehmen in einem Nationalen Aktionsplan zur Einhaltung von Menschenrechten in ihren Lieferketten verpflichten. Doch es fehlen Sanktionen und rote Linien. Weiterlesen [...]

  • Mexiko - Verónica Razo

    April 2017 Die Mexikanerin Verónica Razo befindet sich seit fast sechs Jahren in Haft, ohne dass sie je wegen einer Straftat verurteilt wurde. Am 8. Juni 2011 wollte Verónica Razo ihre Kinder von der Schule abholen, als sie von einer Gruppe bewaff [...]

  • Im Zweifel für die Angreifer

    Pakistans Blasphemiegesetz ermuntert Extremisten zur Selbstjustiz. Falsche Anschuldigungen gegen Christen und andere religiöse Minderheiten werden oft genutzt, um persönliche Rechnungen zu begleichen. Weiterlesen [...]

  • Nicht nur Autokraten grenzen aus

    Der Amnesty Report 2016/17 zeichnet ein ­düsteres Bild von der Lage in der Welt. Doch im Vorwort verweist er auch auf die vielen ganz normalen Heldinnen und Helden, die sich dem ­autoritären Vorgehen von Regierungen und nichtstaatlichen Akteuren [...]